Generalversammlung des Altstadter Naturschutzbundes mit interessanten Statistiken

Am Mittwoch, den 13. März fand die diesjährige Generalversammlung des Altstadter Naturschutzbundes statt
www.nabu-altstadt.de -  Seit Mitte des vergangenen Jahres ist der Altstadter Naturschutzbund im Internet vertreten, und bis zu 700 Zugriffe werden monatlich auf die "Webseiten" des Umweltverbandes registriert. "Und am größten ist dabei das Interesse an unseren Naturschutzprojekten", erläuterte Marion Geib, die als "Webmasterin" den weltweiten Auftritt gestaltete und regelmäßig "pflegt". Themen wie Zollbahnhof, Streuobstwiesen, Kopfweiden oder die Unterhaltung eines Bachlaufes machten ein gutes Viertel dieser "Besuche" aus. baus
Dass die Arbeit des Altstadter NABU freilich nicht allein "virtuell" stattfindet, sondern auch ganz praktisch, das erläuterte Kurt Wolf in der Jahreshauptversammlung. Zuständig für die Betreuung der künstlichen Nisthilfen in Feld und Flur, stellte er heraus, dass insbesondere der Sperling, der "Vogel das Jahres" von diesem "Wohnungsangebot" profitiere. "In immerhin 13 Prozent der Nistkästen, die wir überall in der örtlichen Gemarkung aufgehängt haben, fanden sich Sperlingsnester.
wolf Das deutet auf einen noch recht guten Bestand und auf gute Lebensbedingungen für den 'Spatz' bei uns hin", skizzierte der "Vogelwart". Das Gros machten gleichwohl Kohl- und Blaumeisen aus, regelmäßig fanden aber auch Kleiber oder Baumläufer auf diese Weise Unterschlupf - und die nicht zuletzt putzige Siebenschläfer oder auch Hornissen. "Wir betreuen jetzt über 100 Nisthilfen für Singvögel, zudem Eulen- und Hornissenkästen sowie künstliche Fledermausquartiere. In dieser Hinsicht mehr zu tun ist nicht erforderlich. Es reicht, wenn wir uns auf die Erhaltung dieses Bestandes konzentrieren", fasste Kurt Wolf zusammen.
Auf dem "absteigenden Ast" sah Christiane Nagel indes die Naturschutzjugend. Die Nachwuchsgruppe, die vor bald acht Jahren gegründet worden war, bestehe fast nur noch aus dem "harten" Kern. "Wenn die Jugendlichen in ein bestimmtes Alter kommen, 13,14,15 Jahre alt werden, dann kriegen andere Interessen Vorrang", suchte sie nach Gründen.
Gleichwohl äußerte die Jugendbetreuerin die Hoffnung, dass die jahrelange "Umweltarbeit" mit Kindern ihre Spuren hinterlasse und die Betreffenden irgendwann einmal zum Naturschutz zurückfinden. "Wir denken daran, diejenigen, die bis jetzt bei der Stange geblieben sind, vielleicht selbst zu Betreuern zu machen und wieder kleinere Kinder zum Kommen zu animieren", fasste die Christiane Nagel zusammen.
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Landesentwicklungsplan Umwelt, Biosphärenreservervat Bliesgau, Flächennutzungsplan, Landschaftsplan, Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten - jede Menge "Schreibkram" war im Vorjahr vom Altstadter NABU zu bewältigen. "Es waren zu allen öffentlichen Planungen und Vorhaben Stellungnahmen abzugeben, und manchmal wurden unsere Bedenken sogar mit eingearbeitet", ließ Vorsitzender Martin Baus Revue passieren. Aber auch Arbeitseinsätze und Exkursionen seien nicht zu kurz gekommen: Von Feuchtgebieten über Trockenrasen und Hochstaudenfluren bis hin zu Streuobstbeständen und Hochwald versuche der Altstadter NABU in vielfältiger Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen zu erhalten oder neu zu schaffen. "Wir haben in zahlreichen Arbeitseinsätzen Bäume, Hecken und Sträucher gepflanzt, Teiche, Tümpel und Bäche unterhalten, Kopfweiden geschnitten und Trockenrasen gepflegt. Und die Erfolge von derlei ehrenamtlichem Engagement sind ablesbar", betonte Baus: Durch die NABU-Arbeiten seien vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie etwa das Schwarzkehlchen, der Neuntöter oder die Nachtigall wieder häufiger als Brutvögel zu beobachten, wie auch die naturkundlichen Wanderungen immer wieder zeigten.

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Nach dem Kassenbericht von Hannes Sand, der eine solide Finanzlage erläuterte und dem die Revisoren Erwin Wolf und Erich Dorner eine ordnungsgemäße bescheinigten, wurde der Vorstandschaft unter der Versammlungsleitung von Ortsvorsteher Rudi Enkler Entlastung erteilt. Eine Wahl stand an: Harald Pfeifer wurde als Beisitzer wieder gewählt. Er betreut weiterhin die Obstbaumallee entlang des Alten Homburger Weges.

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Letzte Änderung: 16. März 2002