Erich Dorner

Wir trauern um Erich Dorner, der am Samstag, 15. März 2008, in den Homburger Universitätskliniken nach schwerer Krankheit verstorben ist. Erich, der am 23. November 1938 in Lauf an der Pegnitz geboren war und der stetsfort größten Wert auf die Betonung seiner fränkischen Heimat legte, war 1998 zu uns gekommen. Obwohl er damals mit den örtlichen Gegebenheiten noch nicht vertraut war, hat er sich mit großem Interesse und Begeisterung in unsere Projekte eingearbeitet und sich energisch für den Naturschutz eingesetzt. Insbesondere dem Teich auf dem „Rübenköpfchen“ galt seine Aufmerksamkeit, ihn hat er gehegt und gepflegt, ja gehütet wie seinen Augapfel. Bis zuletzt, vom Krankenbett aus, hakte er so beharrlich wie mahnend nach, ob für „seine Molche“ dort auch gesorgt wird, jetzt, wo es ihm seine Krankheit unmöglich machte. Gleichermaßen engagiert kümmerte er sich um den Wäschbach, den kuriosen „Frosch-Pool“ in Limbach oder die Bäume, die wir auf seine Vorschläge hin gepflanzt hatten - und und und … ; immer arbeitete Erich ganz eigenständig, brauchte keinen Auftrag und keine Anleitung, brachte vielmehr kreative Ideen ein, gab Impulse und hatte sinnvolle Anregungen parat. In den letzten Jahren haben wir auf seinen Anstoß hin auch wieder naturkundliche Fahrten unternommen, die große Resonanz fanden: an die Lothringer Seen beispielsweise oder im vergangenen Jahr ins Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue in Hessen. So wie er diese beiden Touren mit Geschick und Akribie vorbereitet hatte, so geht auch die für Ende April geplante Exkursion zur Mehlinger Heide auf seine Planung zurück.

Erich Dorner war uns ein hilfsbereiter, verlässlicher Freund, der auch das offene, kritische Wort nicht gescheut hat, wenn er es für notwendig hielt. Dabei ist er nie persönlich geworden, sondern hat unbeirrt und so konstruktiv wie verbindlich die Sache, den Naturschutz, in den Vordergrund gestellt.

Wir werden ihn sehr vermissen.

Martin Baus, Vorsitzender


Die Urne von Erich wird auf seinen Wunsch hin in aller Stille in seinem Heimatort beigesetzt.

Foto: Baus



 





 


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Letzte Änderung: 03.02.2008