Kontrolle und Frühjahrsputz der Altstadter Vogelhäuser

März 2013


Frühjahrsputz bei winterlichen Verhältnissen war angesagt beim Altstadter Naturschutzbund: Die künstlichen Nisthilfen, die der Umweltverband in Feld und Flur aufgehängt hat, wurden Stück für Stück kontrolliert, geputzt und, wenn nötig, repariert. Dieter Geib, der Vogelwart der NABU-Ortsgruppe, hatte zusammen mit seiner Frau Marion alle Hände voll zu tun, um rechtzeitig zur bevorstehenden Brutsaison die Häuschen für die Vögel bezugsfertig zu machen, sind doch in den verschiedenen Altstadter Gemarkungen inzwischen genau 119 für Singvögel sowie 32 für weitere Vogelarten, Fledermäuse und Insekten dieser Quartiere in Augenschein zu nehmen. „Wir haben die Belegungsquote des Vorjahres in etwa gehalten: 86 Prozent der Nisthöhlen waren belegt“, zog Dieter Geib eine beachtliche Bilanz.. Vor Jahresfrist war mit 87 Prozent ein „neuer Rekord“ aufgestellt worden, 2009 hingegen lag die Rate noch wesentlich darunter, bei 68 Prozent genau.


Auch über die verschiedenen Arten, die in den zumeist aus Holzbeton gefertigten Domizilen ihren Nachwuchs ausgebrütet und gefüttert haben, führte er Buch. Demnach waren auch eine ganze Reihe eigentlich für Meisen vorgesehene Vogelhäuschen vom Kleiber in Beschlag genommen worden. „Dies lässt sich leicht erkennen an der Verklebung des Einflugloches mit Lehm oder mit Nistmaterial wie beispielsweise Schuppen der Kiefernrinde“, skizzierte Dieter Geib. Vornehmlich vorlieb vom Angebot des Naturschutzbundes nahmen allerdings nach wie vor verschiedene Meisenarten – die Kohlmeise an vorderster Front. Aber auch die kleinere Blaumeise und einige Tannenmeisen hatten Einzug gehalten. Mit der genauen Bestimmung der gefiederten Bewohner ist nach den Worten des Vogelwartes aber so eine Sache: „Nicht immer sind Federn oder Resteier vorhanden, anhand derer die exakte Unterscheidung möglich ist. Und auch die Varianten der Nestbauweise lassen nicht immer Rückschlüsse zu“, erläutert er. Die Fachliteratur habe er zwar immer zur Hand, doch in speziellen Fällen sei die Identifizierung über das Aussehen des Nestes schwierig. Ganz seltene Arten seien bei der Kontrolle der Nistkästen aber nicht aufgefallen.

Auch im letzten Jahr sei es wieder nicht ganz ohne Auffälligkeiten abgegangen. So sei im Feuchtgebiet am „Brandweiher“ eine Nisthöhle verschwunden, und an anderer Stelle habe eine beschädigt auf dem Boden gelegen – diese wurde instandgesetzt und wieder aufgehängt. „Insgesamt gab es aber keine Beobachtungen, die auf mutwillige Zerstörungswut hinweisen – im Gegensatz zum Vorjahr“, skizziert Dieter Geib.

Bisher ohne Erfolg blieben die Bemühungen des NABU, den putzigen Steinkauz mit speziellen Röhren in Altstadt anzusiedeln – keine davon war bisher besetzt. Gleichwohl, so betonen Dieter und Marion Geib, werden die Bemühungen nicht aufgegeben. Insgesamt sind sieben dieser speziellen Vorrichtungen sind an verschiedenen Orten bisher installiert worden.                      

 

     


Text: Martin Baus
Fotos: Marion Geib


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