Projekt: Krötenschutz

Kröten gehören zu den Amphibien. Amphibisch bedeutet doppellebig, d.h., die Tiere laichen im Wasser ab und verbringen die Zeit danach an Land in Wald, Feld und Flur. Erdkrötenweibchen verlassen das Laichgewässer nach dem Ablaichen ihrer Laichballen bzw. Eischnüre. Die Männchen verweilen noch, warten auf eine weitere Chance.
Die Wanderstrecken der Erdkröten können mehr als 2 km lang sein. Bereits im Herbst nähern sich die Tiere ihren Laichgewässern. In frostfreien Bodenverstecken fallen sie in eine Kältestarre.

Auffallend ist die Laichplatztreue der Erdkröten; zeitlebens suchen sie das Gewässer auf, in dem sich ihre eigene Laichentwicklung (Kaulquappe) vollzogen hat. Die Entwicklung vom Ei bis zur Metamorphose (Ende der Kiemenatmung, Beginn der Lungenatmung) dauert bei Erdkröten etwa bis Juli/August.

Die Geschlechtsreife bei Erdkröten dauert sehr lange, beim Weibchen 4 - 6 Jahre, beim Männchen 3 - 4 Jahre. Nur geschlechtsreife Weibchen kommen zum Ablaichen.  
Mitte April beginnt die Rückwanderung der Erdkröten, nachdem diese in Gewässern abgelaicht haben. Grundsätzlich fällt die Rückwanderung zeitlich nicht so spät in die Abendstunden, so dass die Gefahr des Überfahrens geringer ist.
 
Auf ein Krötenweibchen - erkennbar an der Größe und dem zügigen Laufen - kommen etwa 6-8 Männchen. Diese setzen sich gerne aufrecht, verweilen und halten Ausschau nach einem Weibchen. Manchmal sieht man auch "Doppelpacks" von Männchen und Weibchen.

Fotos: Marion Geib

 

 

 

 


zurück
Letzte Änderung:23.03.2018