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Rat und Hilfe

Für Rat- und Hilfesuchende haben wir eine Seite mit Hinweisen und Kontaktadressen zusammengestellt.

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Aktuelles und Veranstaltungen



Im Juli findet kein Mitgliedertreffen statt.


Donnerstag, 03. August 2017 - Terminänderung!
Mitgliedertreffen
im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a
Beginn: 20:00 Uhr - Gäste sind willkommen!


Sonntag, 20. August 2017
Exkursion im Nationalpark Hunsrück-Hochwald durch das Naturschutzgebiet "Mörschieder Burr"

mit Nationalpark-Ranger Patric Heintz
Treffpunkt: 08:30 Uhr, Parkplatz Kindertagesstätte Altstadt, Straße "Am Kindergarten"
Start der Exkursion auf dem Parkplatz der Wildenburg (nahe Kempfeld)
Dauer: ca. 4 Stunden + Fahrt (mit Fahrgemeinschaften) - Gute Schuhe erforderlich!


Donnerstag, 14. September 2017 Mitgliedertreffen
im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a
Beginn: 20:00 Uhr - Gäste sind willkommen!


Samstag, 07. Oktober 2017
"Schnatgang" entlang der Gemarkungsgrenze Altstadt - Niederbexbach/Kleinottweiler
in Zusammenarbeit mit der KVHS Saarpfalz
Führung: Martin Baus, Altstadt
Treffpunkt: 14:00 Uhr, Parkplatz Friedhof (in der Kirchdell), Altstadt - Dauer: ca. 2 Stunden


Donnerstag, 12. Oktober 2017 Mitgliedertreffen
im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a
Beginn: 20:00 Uhr - Gäste sind willkommen!


Programm 2017 des NABU-Altstadt
als pdf-Datei



Morgens ein Konzert erleben

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher am Morgen ein wahres Vogestimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen. Außerdem können Sie sich den Gesang der einzelnen Vögel anhören.


Von der Amsel bis zum Zilpzalp



die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick

Am besten achtet man auf mehrere Kennzeichen, um eine Vogelart sicher zu identifizieren: Größe und Gestalt, Färbung des Gefieders, das Verhalten und natürlich der Gesang bieten Anhaltspunkte. Oft ist es zuerst die Stimme, die auf einen Vogel aufmerksam macht, noch bevor wir ihn zu Gesicht bekommen.

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Naturschutz im Saarland




Naturschutz in Deutschland


Der NABU Altstadt ist eine gemeinnützige Einrichtung; daher sind Spenden steuerlich absetzbar. Erbschaften und Vermächtnisse an den NABU sind steuerbefreit.
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Blasenstrauch Colutea arborescens
(Schmetterlingsblütengewächs)

Der Strauch erhielt seinen Namen durch die aufgeblasene Fruchthülse. Er stammt aus dem Mittelmeergebiet. Er gedeiht in Wäldern und trockenen Gebüschen in Süddeutschland, Südösterreich und Südeuropa. Der Strauch ist giftig. Die Blätter und Schoten enthalten Coluteasäure, in den Samen und Blättern findet man einen giftigen Bitterstoff. Der Strauch erhielt seinen Namen durch die aufgeblasene Fruchthülse. Fundort: Steinbruch Gerolsheim bei Grünstadt.
(Foto: Marion Geib)



Altstadter Naturschutzbund installiert Nistkasten für Schleiereule im Limbacher Kirchturm

„Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall“: Diese alte norddeutsche Weisheit hat der Altstadter Naturschutzbund jetzt hinsichtlich der beiden Limbacher Kirchtürme etwas umgefriemelt: „Was dem einen seine Mauersegler, ist dem anderen seine Schleiereule“ könnte die Devise lauten, nach der an beiden markanten Bauwerken Nisthilfen für die jeweilige Art installiert wurden. Bereits im März war an der katholischen Christ König ein Kasten für die flinken Mauersegler angebracht wurden. Tatkräftig unterstützt worden war der Umweltverband dabei von der Homburger Feuerwehr, die mit ihrer modernen Drehleiter die Montage in schwindelnder Höhe möglich machte (Bericht siehe weiter unten).

Kurz darauf wurde der NABU dann von der protestantischen Kirchengemeinde angesprochen, ob denn ein solcher Kasten nicht auch an der alten Elisabethkirche installiert werden könne. Dass der alte Turm vermutlich nicht hoch genug für Mauersegler sei und das aus Buntsandsteinen erstellte, denkmalgeschützte Gemäuer zudem in seinem „Outfit“ beeinträchtigt werde, sprach aus Sicht der Naturschützer aber eher dagegen. Viel besser zu einer solchen alten Dorfkirche passe indes eine Schleiereule. Der Vorschlag, im obersten Stockwerk des Turms, direkt unter den Glocken gegen den alten Friedhof hin, eine Nisthilfe für die Schleiereule unterzubringen, fand denn auch bei der Kirchengemeinde Gegenliebe. Dieter Geib, Beisitzer im Vorstand, baute dann genau nach Vorschrift einen Nistkasten für den nachtaktiven, lautlosen Vogel. Mit rund 40 Kilogramm Gewicht und sperrigen Maßen stand der Altstadter Naturschutzbund dann vor dem nächsten Problem – nämlich wie den Eulenkasten in den Turm hinauf bekommen. Türen erwiesen sich als zu schmal, Holzstiegen als zu eng. Ein Hubsteiger oder eine eigens aufzubauende Seilwinde wurden lange durchdiskutiert. Bei einem Ortstermin wurde dann die Lösung gefunden – eine „Geheimtür“, an die sogar Küster Dieter Hock nicht gedacht hatte, erwies sich als „des Pudels Kern“. Über die alten Kirchenbänke der Empore wurde der Eulenkasten schließlich durch diese vergessene Passage in den Turm verfrachtet. Der Rest war dann nur noch Routine, das Domizil wurde von den NABU-Aktiven fest an jenem Fenster verankert, das Axel Leibrock von der Limbacher Kirchengemeinde zuvor so hergerichtet hatte, dass die Eule auch in den Turm hineinkommt.

„Jetzt heißt es nur noch abwarten, bis die Schleiereule den Weg zu ihrer neuen Behausung findet“, meinte Marion Geib, die Kauz- und Eulenexpertin des Altstadter Umweltverbandes. Es könnte allerdings auch sein, dass der Turmfalke der Eule den Brutplatz streitig macht – „die beiden Arten konkurrieren gerne um solche Angebote“, meinte sein. Aber auch der Turmfalke passe ganz gut zum Limbacher Kirchturm.

(Text und Foto: Martin Baus)


Invasive Arten sind eine weltweite Bedrohung für die Artenvielfalt -
Riesenbärenklau, Nilgans und Marderhund wurden neu in die Liste der EU aufgenommen

Invasive Arten sind weltweit die zweitgrößte Gefährdung für die biologische Vielfalt – nach der Zerstörung von Lebensräumen. Mit ihrer Ausbreitung in Gegenden, in denen sie ursprünglich nicht vorkommen, können diese Arten andere Arten, Lebensräume oder Ökosysteme stark beeinträchtigen

In der „Unionsliste“ invasiver Arten benennt die EU Tier- und Pflanzenarten, die mit ihrer Ausbreitung Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und daher der biologischen Vielfalt schaden können. Die Unionsliste benennt jene invasiven Arten, für die nach der zugrunde liegenden EU-Verordnung Mindeststandards zur besseren Vorbeugung, Früherkennung, Monitoring und Management gelten. So soll die Kontrolle und Verringerung möglicher Schäden verbessert werden.

Über die Liste wurde seit der Veröffentlichung eines ersten Entwurfs, den die EU-Kommission nach Beratung mit den Mitgliedstaaten und zahlreichen Expertengremien im August 2015 vorlegte, intensiv gestritten. Hauptkritikpunkt: Die gelisteten Arten machen nur einen Bruchteil der EU-weit als invasiv angesehenen Arten aus. Die erste Liste von 2016 enthielt 37 Arten, bei der Revison 2017 wurden 12 Arten neu aufgenommen, auch für Deutschland relevante wie Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut, Nilgans, Marderhund und Bisam. Aber dies ist aus Sicht des NABU bei weitem noch nicht ausreichend.

Einzelheiten zur aktuellen Liste finden Sie in dem pdf-Dokument.
Weitere Informationen des NABU zum Thema "Invasive Arten" finden Sie hier.



Ergebnisse der bundesweiten Stunde der Gartenvögel vom 12. bis 14. Mai 2017

In diesem Jahr haben nahezu 60.000 Vogelfreunde an der NABU-Aktion teilgenommen. In 40.000 Gärten wurden mehr als 1,4 Millionen Vögel gezählt.

Bundesweit steht der Haussperling an ersten Stelle, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star, Feldsperling, Blaumeise, Elster, Mauersegler, Mehlschwalbe, Ringeltaube, Grünfink und Buchfink. Vermehrt beobachtet wurden Mauersegler, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe, deutlich weniger z.B. Kohlmeise, Blaumeise, Grünfink, Buchfink und Kleiber.

Im Saarland ist die Rangfolge: Haussperling, Amsel, Kohlmeise, Star, Blaumeise, Mauersegler, Rabenkrähe, Elster, Feldsperling, Ringeltaube, Mehlschwalbe, Buchfink, Rotkehlchen, Gimpel und Grünfink. Vermehrt beobachtet wurden Mauersegler und Mehlschwalbe, deutlich weniger z.B. Kohlmeise, Elster, Buchfink, Rotkehlchen, Grünfink, Buchfink und Kleiber.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.


Einige Gedanken zum Umgang mit der Natur

von Dr. D. Thimig

Endlich ist wieder Frühling! Die Tage werden länger und die Strahlen der Sonne haben schon richtig Kraft. Das Licht tut uns allen gut. Es ist die Zeit, in der man vor Tatendrang strotzt. Raus in die Natur heißt es jetzt.
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Abholzungen - Thema beim Altstadter Naturschutzbund

Dass Wald auch dann Wald ist, wenn weit und breit kein einziger Baum mehr zu sehen ist, diese seltsame Erfahrung musste der Altstadter Naturschutzbund in den vergangenen Wochen machen. Hintergrund: Großflächige Abholzungen alter Bäume in der Gemarkung „Sandkaut“ am Rand der dortigen Erdbeerplantagen hatten beim NABU die Telefone heiß laufen lassen. Allen Protesten zum Trotz scheiterten sämtliche Versuche, die Fällungen zu verhindern. Da die betreffenden Parzellen als „Wald“ eingetragen sind, waren dem Umweltverband die Hände gebunden. Auf derart festgelegten Grundstücken ist Kahlschlag bis zu einem gewissen Umfang zulässig. Bemühungen, die Besitzer der Flächen wie auch deren Pächter von ihrem Vorhaben abzubringen, liefen ins Leere. Freilich darf künftighin keine andere Nutzung des gerodeten Grund und Bodens erfolgen - will heißen: Eine landwirtschaftliche Nutzung ist nicht erlaubt, und im Zeitraum von einigen Jahren muss natürliche Waldentwicklung wieder erkennbar sein oder aber es muss aufgeforstet werden.

Rodungen und Abholzungen waren in den letzten Sitzungen des Altstadter Naturschutzbundes häufig Diskussionsthema: Die Entfernung der Bäume und Sträucher entlang der Ortsstraße vor der Bliesbrücke, die Abholzungen im Zollbahnhof entlang der Bahnstrecke Homburg-Saarbrücken, das Abmetzeln der Sträucher an der Kaiserstraße zwischen Homburg und Limbach, die reihenweise Fällung der Straßenbäume zwischen Limbach und dem „Höfchen“, sogar die Komplettrodung des riesigen DSD-Areals in Homburg hatten zahlreiche Bürger regelrecht erschüttert. Sie hatten sich an den Altstadter Naturschutzbund gewandt und diesen aufgefordert, gegen diese Brachialmaßnahmen einzuschreiten. „Wir haben freilich keine Polizeigewalt. Alles, was wir tun können, ist, bei den Behörden protestieren und gegebenenfalls Anzeige erstatten“, stellte Vorsitzender Martin Baus fest. Ansonsten seien dem Umweltverband leider die Hände gebunden. In der Regel verschanze sich die Bürokratie hinter der „Verkehrssicherungspflicht“, mit der jedwede Abholzung gerechtfertigt werde. Dagegen habe der NABU keine Handhabe. Inzwischen sei es sogar so, dass Eingaben und Briefe an Ämter und Ministerien noch nicht einmal mehr beantwortet werden. Diese Praxis des „Totstellens“ sei für den Naturschutzbund ebenso wenig befriedigend wie für die besorgten Bürger, und sie sei keinesfalls vereinbar mit Natur- und Umweltschutz oder Nachhaltigkeit.

Der Altstadter NABU will deshalb seinen Dachverband, den Saarländischen Landesverband des Naturschutzbundes, mit der Thematik befassen. Da es sich bei den Abholzungen um eine überörtlich gängige Praxis handelt, können die Einwände dagegen vielleicht auf diese Weise an höherer Stelle thematisiert werden.

(Text: Martin Baus)


Wiederansiedlung von Mauerseglern

Die NABU Ortsgruppe Altstadt hat sich Anfang 2017 dazu entschlossen, ein Projekt zur Wiederansiedelung von Mauerseglern durchzuführen.
 
Der Mauersegler (Apus apus) hat sich in der Vergangenheit in Städten und Dörfern als ein echter Kulturfolger angesiedelt, wo er unter den Dächern und in Nischen alter Gebäude geeignete „Wohnstuben“ fand. Jedoch sind viele dieser „traditionellen“ Nistplätze durch Sanierungen und Neubauten verloren gegangen; die hermetische Abriegelung speziell von Altbauten infolge energetischer Dämmung bedroht die angestammten Nistreviere zunehmend. Konsequenz: Der Mauersegler wird auch in unserer Region immer seltener und musste nun bereits auf die Vorwarnliste der gefährdeten Brutvögel gesetzt werden.

Diesem Trend wollen wir mit dem flächendeckenden Angebot von künstlichen Nisthilfen entgegenwirken und beabsichtigen deshalb, in den drei Ortsteilen von Kirkel derartige Kästen an geeigneter Stelle zu montieren. Da solche Nisthilfen in einer Höhe von zehn und mehr Metern mit freiem An- und Abflug eingerichtet werden sollten, kommen nur höhere Gebäude wie z. B. Kirchtürme oder Industriebauten in Frage. Zum Auftakt des Projekts haben wir vor wenigen Wochen eine Dreifach-Nisthilfe am Turm der katholischen Kirche in Kirkel-Limbach installiert (siehe gesonderten Bericht). Weitere ins Auge gefasste Standorte sind die übrigen Kirchen der Gemeinde Kirkel, die Burgruine in Kirkel-Neuhäusel sowie  Industriebauten. Es ist unser Ziel, dem Mauersegler innerhalb von zwei Jahren ca. 40 Nisthöhlen in unserer Gemeinde zur Verfügung zu stellen und damit die Grundlage für eine stabile Population zu schaffen.

Bei den künstlichen Nisthöhlen setzen wir auf Kästen aus atmungsaktivem Pflanzenbeton. Diese sind zwar teurer als Kästen aus Holz, dafür aber wesentlich länger haltbar. Da der Aufwand für die Montage der Nisthilfen wegen der Höhe in der Regel sehr groß ist, lohnt sich dieser Mehrpreis auf jeden Fall. Für das gesamte Projekt haben wir Kosten in Höhe von 2.500 € kalkuliert. Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen. Da wir eine gemeinnützige Einrichtung sind, können Spenden steuerlich abgesetzt werden.


Altstadter Naturschutzbund und Homburger Feuerwehr montieren Mauerseglerhilfe an der katholischen Kirche in Limbach

Durchaus spektakulär lief die Aktion ab, deren Schauplatz die katholische Kirche „Christ König“ in Limbach war: Am frisch renovierten Turm des bald 85 Jahre alten Gotteshauses brachte der Altstadter Naturschutzbund mit tatkräftiger Unterstützung der Homburger Feuerwehr einen Spezialnistkasten für Mauersegler an. Unterhalb der Schalllöcher wurde die etwa sieben Kilogramm schwere und einen Meter lange Vorrichtung aus Pflanzenfaserbeton montiert. Erreicht wurde diese Stelle auf etwa 16 Metern Höhe über die gewaltige Drehleiter, mit welcher die Homburger Floriansjünger angerückt waren.

Zahlreiche Zuschauer, darunter auch der Limbacher Ortsvorsteher Max Limbacher sowie auch Mitglieder der örtlichen Feuerwehr waren gekommen, um die Installation des Vogelquartiers mitzuerleben. Schon allein die Ausrichtung des Fahrzeugs an der richtigen Stelle sorgte für staunende Gesichter. Nachdem „Pilot“ Hans-Peter Schad hydraulisch die Waagrecht-Senkrecht Stützen justiert hatte, bugsierte er die Besatzung im optimal gesicherten Korb routiniert auf Arbeitshöhe. Patric Heintz, der stellvertretende Vorsitzende des Altstadter Naturschutzbundes, sowie Philipp Sandmayer und Paul Bessler von der Homburger Feuerwehr zeigten sich unbeeindruckt von dem, was sich an Abgründen unter ihnen auftrat und jonglierten trotz luftigem Standort souverän mit Bohrmaschinen und Vogelkasten.

Das „Mehrfamilienhaus“ für Mauersegler, das einer kleinen Kolonie Platz bietet und über drei Einfluglöcher verfügt, wurde vom NABU eigens für den Kirchturm angeschafft und von Dieter Geib zuvor auch in dessen neuer Farbe gestrichen. Mit der Anbringung an einem solch augenfälligen Ort will der Umweltverband auch auf die Gefährdungen aufmerksam machen, denen der elegante Flieger zusehends ausgesetzt ist. Die fortschreitende und geradezu hermetische Dämmung speziell von Altbauten bedroht die angestammten Nistreviere im Siedlungsbereich immer stärker. Über die besonderen Eigenschaften des eleganten Fliegers informierte Hans-Jürgen Sand vom NABU-Vorstand: „Mauersegler leben etwa zehn Monate im Jahr ausschließlich in der Luft; nur während der etwa zweimonatigen Brutzeit haben sie zeitweise Bodenberührung. Die Vögel, die gerne mit Schwalben verwechselt werden, können Geschwindigkeiten von über 200 Kilometer pro Stunde erreichen“. Und wenn das Wetter einmal schlecht ist und nicht genügend Insektennahrung vorhanden, dann flögen sie schon mal kurz 500 oder 600 Kilometer gen Süden, um Futter beizuschaffen.

Nach knapp einer Stunde war das neue Quartier bezugsfertig. Für das Trio im Korb wurde die Drehleiter dann auf ziemlich maximale 30 Meter ausgefahren, um kurz Umschau über Limbach und Umgebung zu halten. Neugierig wurde das Geschehen von vier Störchen und einem Bussard beobachtet, die über die katholischen Kirche ihre Runden drehten. Frühestens Anfang Mai wird man dann sehen, ob die Mauersegler das neue Wohnungsangebot annehmen – dann erst kommen sie aus ihrem Winterquartier im Süden zurück, um sich fortzupflanzen.
  
(Text und Foto: Martin Baus)


Unseren Fledermäusen geht die Nahrung aus - dramatischer Rückgang der Insekten

Unsere Fledermäuse ernähren sich grundsätzlich von Insekten. Doch seit einiger Zeit beobachten wir einen alarmierenden Rückgang der Insekten.

Betroffen sind nicht nur einzelne Insektenarten, sondern die Gesamtzahl. Für Fledermäuse ist dies eine fatale Aussicht. Sie sind auf Insekten angewiesen, genauso wie Mauersegler oder Schwalben. Sterben die Insekten, werden auch Blumen und Bäume nicht mehr bestäubt. Unsere gesamte Nahrungskette steht mit dem Zustand der Insektenwelt auf der Kippe.

Mit Beginn der Abenddämmerung jagen unsere 25 heimischen Fledermausarten vor allem Mücken und Nachtfalter. Um zu überleben, muss eine Fledermaus täglich bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts fressen. Das entspricht bis zu zehn Gramm pro Nacht.


Mitglied im NABU werden

Werden Sie Mitglied in einer starken Gemeinschaft - treten Sie ein für Mensch und Natur!

Der NABU Deutschland ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in ganz Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur vor unserer Haustür genießen können, braucht sie Ihren Schutz.

Die NABU Ortsgruppe Altstadt wurde 1980 gegründet und setzt Akzente in verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes. Von der Ausweisung und Betreuung spezieller Naturschutzgebiete wie dem „Höllengraben“ und dem „Kühnbruch“ über die Pflege von Biotopen wie Streuobstwiesen, Heckenzügen und Trockenrasen finden auch regelmäßig Pflanzaktionen statt. Aber auch zu regionalen ökologischen Brennpunkten bezieht der NABU Altstadt Stellung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die „Biotopvernetzung“. Deswegen werden regelmäßig Grundstücke erworben; derzeit nennt der NABU Altstadt ca. 75.000 Quadratmeter Grund und Boden sein Eigen.

Hier geht es zum Aufnahmeantrag in den NABU mit weiteren Informationen. Sie können uns natürlich unter folgenden Kontaktadressen auch direkt ansprechen.


Handy-Recycling für einen guten Zweck

Wenn Sie ein ausgedientes Handy haben, geben Sie es bitte beim NABU ab.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat zahlreiche Sammelstellen für Handys (samt Zubehör) etabliert. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU derzeit 1,60 Euro. Allein 2015 sind deutschlandweit ca. 35.000 Handys gesammelt worden.

Auch bei der NABU Ortsgruppe Altstadt können ausgediente Handys abgegeben werden, und zwar bei Dieter Geib in der Querstraße 1. Werfen Sie das Handy einfach in den Briefkasten. Eine weitere Sammelstelle befindet sich in der "Bliesapotheke" in der Bahnhofstraße in Limbach.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.



NABU OG Altstadt e.V.
 ¦  Martin Baus ¦ Lerchenweg 3 ¦ 66459 Altstadt ¦ 06841 9596300
Letzte Änderung:22.07.2017