Spaziergang in der Kirchdell wurde zur Demonstration gegen Straßenbau


Große Resonanz fand der Aufruf des Altstadter Naturschutzbundes zu einem Spaziergang durch das Landschaftsschutzgebiet Galgenberg/Kirschberg. Trotz ungemütlichem Nieselregen nahmen bald 80 Teilnehmer an der Ortsbegehung teil und machten ihrem Unmut gegen die von der Gemeinde neuerdings geplante Straße in der Kirchdell Luft. Während Vorsitzender Martin Baus seitens des Umweltverbandes die ökologischen Bedenken gegen das Projekt vortrug und stattdessen eine naturverträgliche und auch kostengünstige Sanierung des bestehenden Feldweges forderte, befürchteten die Anwohner der Straßen "Zum Kirchberg" und der Turmstraße vor allem den Durchgangsverkehr, den die angekündigte Verbindungsstraße nach sich ziehen könnte.

Es sei zudem widersinnig, die ohnehin enge Turmstraße zuerst als verkehrsberuhigte Zone auszubauen und anschließend als Durchgangsstraße zu nutzen. Monika Bernhard als Sprecherin der Anwohner berichtete außerdem, dass sich bis auf zwei Ausnahmen sämtliche Anlieger an der Unterschriftenaktion beteiligt haben, die inzwischen an Landrat Clemens Lindemann übergeben worden sei. Auch der NABU hatte die Untere Naturschutzbehörde in einem Schreiben gebeten, einen solchen Eingriff in Natur und Landschaft nicht zu genehmigen und das Landschaftsschutzgebiet zu sichern. In ihrem Im Rahmen einer Versammlung, zu welcher der Naturschutzbund in wenigen Wochen einladen will, soll dann über die weitere Vorgehensweise beraten werden. Die örtliche Naturschutzbeauftragte Christiane Nagel kündigte außerdem an, in Schreiben den Bürgermeister und den Landrat auf die ökologische Bedeutung unbefestigter Feldwege grundsätzlich aufmerksam zu machen.

Martin Baus

 

Schreiben Chr. Nagel an den Bügermeister

P.Wolff: Zur biologischen Bedeutung unbefestigter Feldwege

Umweltverträgliche Instandsetzung des Feldweges in der Altstadter Kirchdell






Fotos: Geib



 





 


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Letzte Änderung: 08.01.2007