Die NABU-Ortsgruppe Altstadt beim Biosphärenfest 2009
Fotos: M. Geib

 

Schotterbrocken aus der "Pflegezone" Zollbahnhof des Biosphärenreservates Bliesgau wurden jenen Passanten überreicht, die das "Biosphärenfest" in Kirkel-Neuhäusel besuchten. Sicherheitshalber waren die Steine in Tütchen verpackt und mit Hinweis auf ihren Giftgehalt versehen. Die Altstadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU), die Bürgerinitiative der Bürgerinitiative Betroffene der Aktivitäten Zollbahnhof (BIBAZ) sowie der saarländische Landesverband des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) informierten vor der Kirkeler Burg als Kulisse über den Problemfall. Die offizielle Übergabe der Unesco-Urkunde an den saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller nutzten Umweltverbände und BI, um auf die Widersprüche und Schizophrenie der Anerkennung aufmerksam zu machen. Die Einstufung des Zollbahnhofes in die zweithöchste Kategorie einer "Pflegezone" und dessen gleichzeitige Inanspruchnahme als Industriegebiet "übelster Sorte" sei nachgerade widersinnig und mache die Anerkennung zumindest teilweise zur Farce. Bei den Besuchern stieß die auf dem Biosphärenfest kreativ vorgebrachte Kritik auf großen Zuspruch - vielfach erfuhren die Betreuer des Standes Solidariatätsbekundungen für ihren zähen Protest. Beifall fand das von Hans-Joachim Schindelhauer-Deutscher mit Gitarre und Mundharmonika vorgetragene "Bänkellied", das die Zerstörtung wertvoller Biotope, die Farce um nach Jahren immer noch nicht geklärte Zuständigkeit und die Belastung von Natur, Umwelt und Anwohnern durch die Wiederaufbereitungsanlage für Bahnhschotter und -schwellen gehörig auf die Schippe nahm.

(Martin Baus)


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Letzte Änderung: 09. September 2009